Am Wochenende vom 9. auf den 10. März 2007 fand in der Begegnungsstätte YES! in Hamburg- Rahlstedt, wie schon im Vorjahr, ein Gruppentanzlehrgang unter der Leitung von Erwin Luttmann statt. Die Teilnehmer setzten sich aus Mitgliedern des Volkstanzkreises Winsen, sowie der Volkstanzgruppe Reet aus Halsbek zusammen. Ziel des Lehrganges war es neue Tänze gemeinsam zu erarbeiten, sowie sich besser kennen zu lernen.

Los ging es schon am Samstagmorgen um 10 Uhr, zunächst noch mit ruhigeren Tänzen, bei denen das Kennenlernen im Vordergrund stand. Danach wurde es dann anstrengender, durfte man sich bei Marschierbayersich noch unterhalten und verführerisch in die Augen sehen, musste man sich bei Up Tails All richtig konzentrieren, damit jeder auch wieder auf seinen Anfangsplatz zurückkam. Nun wurde es langsam spannender oder anstrengender, wie man es sehen will, denn die Tänze brachten alle Besonderheiten mit sich, die fast allen Teilnehmern neu waren. Neben einem Gedächtnistraining, absolvierte auch jeder ein Training für seine Kondition bei der Strekbuxepolka. Die Frühlingsmazurka forderte dann nicht nur die geübten Tänzer, sondern auch das ganze Können der Musiker. Kaum einer schaffte auf Anhieb den schwierigen Hüpfschritt, was die Meisten anspornte den Tanz fleißig zu üben, so dass am Ende einige ein Erfolgserlebnis hatten.

Geregelt wurden die Tagesabläufe durch die verschiedensten Mahlzeiten, von denen es reichlich gab. Verhungern musste wie auf jedem Lehrgang keiner. Auch für das leibliche Wohl am Abend war gesorgt worden. Jeder hatte für den Fall, dass es neben Mittag, Kaffee und Kuchen und Abendbrot nicht genügend Essen geben würde, noch für weitere süße Leckereien gesorgt. Beide Gruppen versammelten sich in einem gemeinsamen Sitzkreis und es wurde so manches besondere Ereignis gefeiert. Da Tänzer und Musiker immer noch nicht genug hatten, wurden bis spät in die Nacht hinein die unterschiedlichsten Tänze aus beiden Gruppen aufgespielt. Sollten noch irgendwelche Berührungsängste bestanden haben, waren sie zu diesem Zeitpunkt längst verschwunden. Nachdem dann auch die Letzten merkten, wie sie die Kräfte verließen, setzten sich auch die Letzten zur gemütlichen Runde und plauderten noch bis weit nach zwei Uhr. Daher rührte auch das Problem mancher Teilnehmer, am nächsten Morgen pünktlich zum Frühstück zu erscheinen. Dennoch wurde den ganzen Vormittag weiter fleißig geübt. Als dann auch der letzte Tanz wiederholt worden war und jeder die Anstrengungen des Lehrganges am eigenen Leib spürte, Muskelkater hatte jeder irgendwo, entweder in den Beinen oder den Fingern, was aber eher die Musiker betraf, machte man sich auf zum abschließenden Mittagessen, bis es hieß Abschied zu nehmen. Insgesamt hat der Lehrgang wieder einmal, den Erwartungen entsprechend, viel Spaß gemacht.